MI-Rundbrief März 2015

MI-Rundbrief März 2015

Abtötung des Ritters – Verhalten bei Rückfällen – Wahre Freiheit


Ave Immaculata!

Liebe Ritter der Immaculata

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Die Schmerzensmutter beim römisch-katholischen Altar auf Golgotha – Jerusalem

Während der Fastenzeit erinnert uns der heilige Maximilian, dass Jesus die Notwendigkeit der Buße eindeutig betont hat und auch die Unbefleckte Bernadette zur Sühne aufgerufen hat. „Wie sollen wir Buße tun?“ Dies ist die Frage des Gründers von Niepokalanow, der sich wohl bewusst war, dass zwar jeder bekennt, sein Leben wäre übersät mit Kreuzen, dass jedoch Gesundheit und Verpflichtungen uns nicht in jedem Fall gestatten, schwer zu leiden. Dieser Marienverehrer wusste, während er vor der wunderbaren Grotte kniete, dass „die Annahme dieser Kreuze eine großartige Möglichkeit der Buße ist. Die Erfüllung unserer Pflichten und des Willens Gottes in jedem Moment (in Taten wie in Worten) verlangt viele Opfer von uns, gerade was unsere Vorlieben und Freuden betrifft – das ist die reichste Quelle der Abtötung." Dennoch war sich auch der heilige Maximilian der Tatsache bewusst, dass wir Menschen sind, nicht Engel. So schrieb er beispielsweise: „Ich habe Angst, zu leiden und gedemütigt zu werden, aber ich finde es tröstlich, dass Jesus im Garten Gethsemane dasselbe fühlen wollte. Die Gnade kommt immer dann, wenn wir sie brauchen.“

Maximilian lässt uns nicht verzweifeln über unsere Schwerfälligkeit oder sogar unser Fallen. Voll Vertrauen lehrt er uns, dass „wir uns nicht von dem Teufel der Entmutigung verführen lassen sollen, selbst wenn unsere Sünden beabsichtigt, schwer und häufig sein sollten. Sobald du dich schuldig fühlst, zögere nicht einen Moment und übergib deinen Fehler mit einem Wort – Maria.“ Er wusste, dass wir nur fallen, um wieder aufzustehen und dass jeder Sturz eine Sprosse an der Leiter zur Vollkommenheit ist. „Maria Immaculata erlaubt uns zu fallen, um uns von unserem Ego und unserem Stolz zu heilen, uns Demut zu lehren und uns gefügiger für die Gnade Gottes zu machen. Satan will uns jedoch in die Falle des Misstrauens und der Verzweiflung locken. Wüssten wir die Wahrheit über unser Elend, so wären wir niemals überrascht über unsere Fehler, vielmehr würden wir uns verwundern und Gott danken, nicht noch tiefer und öfter gefallen zu sein. Es gibt keine Sünde, der wir nicht preisgegeben wären ohne die Gnade Gottes und die milde Hand der Immaculata.“

Maximilian wusste, dass Unsere Liebe Frau die Freiheit von Sünde und Übel ist und er erfreute sich an ihrer Harmonie und Verbundenheit mit dem Allmächtigen. In seinen Augen ist sie die einzige Rettung für verwirrte Menschenkinder. Dies ist der Grund, warum er von seinen Rittern einen missionarischen Geist erwartete – also tapferes Ertragen von Krankheiten und Schicksalsschlägen, Presse-Apostolat und ein vollkommenes Leben in der Welt oder im Orden. Alles hat eine Bedeutung, wenn es um die Eroberung der Welt für die Immaculata und das Heiligste Herz Jesu durch sie geht.

In dem Chaos dieser Welt müssen wir die Wahrheit finden. Der heilige Maximilian hat dies getan und das ist der Grund, weshalb er sogar im Konzentrationslager von Auschwitz frei blieb. Er betete für seine Peiniger und befreite seine Mitgefangenen bis zum Schluss in der heiligen Beichte von ihren Sünden. Manche hielten ihn für einen „seltsamen Mann“, weil er auch bei stundenlangen Verhören nicht zusammenbrach. Auch in Zeiten der Prüfung und Entmutigung auf seinen Missionen wusste er sicher, dass die Immaculata ihn nicht verstoßen würde und oft wiederholte er: „Sie macht mich stark.“ Wenn wir unseren freien Willen Maria geben, wird er zum Werkzeug in ihren Händen, ein Werkzeug, über das unser Heiliger häufig schrieb. Er ließ sich bereitwillig von ihr führen, da er erkannte, dass nur sie sein Herz formen kann – zum gleichen Herz, das sie ihrem Sohn gab…

Das Leben des heiligen Maximilian war nicht nur in seiner Todesstunde heroisch, sondern auch in der Krankheit, als ihn seine vertrautesten Mitarbeiter verließen, er von seinen Freunden verraten wurde oder große Projekte misslangen. Aus Gehorsam gegen die Autoritäten seines Ordens musste er sogar seine geliebten Missionen aufgeben. In jedem dieser schweren Augenblicke stellte er sich nur eine einzige Frage: „Was willst du, Immaculata?“ Und dann folgte er freien Herzens dem Weg, den sie ihm bereitet hatte. Er vermachte sein freies Herz seinen Rittern und außerdem legte er mit seinem ganzen Leben Zeugnis davon ab, dass ein liebendes Herz immer frei ist.

Ein Mitstreiter der Immaculata

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